HANS STAUDACHER

 

Hans Staudacher (geb. 1923 in St. Urban am Ossiacher See) beginnt sehr früh als Autodidakt mit Zeichnungen, Landschaftsaquarellen und Porträts. Im Jahr 1950 übersiedelt er nach Wien und beschäftigt sich mit den Arbeiten von Alfred Kubin, Egon Schiele und Gustav Klimt. Staudacher tritt der Wiener Secession bei und nimmt an deren Ausstellungen teil. Frühe grau-schwarze kleinformatige Arbeiten werden in Wien bald von größeren farbigen Gemälden abgelöst, in denen die individuelle Zeichensprache des Informel erkennbar ist. 1951 entstehen erste tachistische Kunstharzbilder. Während seiner zahlreichen Parisaufenthalte 195462 setzt sich Staudacher intensiv mit dem Werk von George Mathieu und dem "Lettrismus", der Verbindung von Bild und Schrift, auseinander. 1956 vertritt Staudacher Österreich mit acht Bildern auf der 28. Biennale in Venedig. 1976 wird Hans Staudacher der Professoren-Titel verliehen. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen sind u. a. der Hauptpreis der Biennale Tokio 1965, der Kulturpreis des Landes Kärnten 1989 sowie das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien im Jahr 2004. Staudacher lebt seit 1950 in Wien.