HEINZ MACK

 

Heinz Mack wird 1931 in Lollar/Hessen geboren, studiert 1950-53 Kunst- und Werkerziehung an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, bis 1956 auch Philosophie in Köln. Zusammen mit Otto Piene gründet Mack 1957 in Düsseldorf die Künstlergruppe ZERO, die sich radikal gegen den bestehenden Kulturbetrieb und die Kunst ihrer Vorgänger wendet. Die sich ZERO zugehörig fühlenden Künstler entscheiden sich bewusst dagegen, die eigenen Ängste und Traumata in eine Bildsprache zu übersetzen, wie es etwa die Vertreter der informellen Malerei getan hatten. Bilder sollten nicht wie Verliese sein, die Geist und Körper fesseln, sondern Spiegel, von denen Kräfte auf den Menschen übergreifen. 1957 begegnet Mack Yves Klein, ab 1958 entstehen Lichtobjekte- und Reliefs. Seit 1963 entstehen chromatische Farbbilder, in denen das Spektrum des Lichts variiert wird. 1966 findet die letzte gemeinsame ZERO-Ausstellung mit Guenter Uecker und Otto Piene statt. Seither ist er in zahlreichen Ausstellungen vertreten, von 1968 bis 1984 gestaltet er verschiedene Bühnenbilder sowie bis 1991 Filmarbeiten. Ab 1980 Kunst im öffentlichen Raum. Seit 1991 ist Heinz Mack wieder als Maler tätig, er lebt in Mönchengladbach und auf Ibiza. Heinz Mack verfolgt über viele Jahre eine rege internationale Ausstellungstätigkeit in Galerien und Museen. Aktuelle Ausstellungen: Mehr Licht! (Ausstellungsbeteiligung), 19.03.2017 – 05.08.2018, Von der Heydt-Museum, Wuppertal; Taten des Lichts – Mack & Goethe, Sonderausstellung im Goethe-Museum Düsseldorf, 04.03. – 30.09.2018, Goethe-Museum, Düsseldorf. Die Installation "The Sky Over Nine Columns" von Heinz Mack ist parallel zur Architektur-Biennale in Venedig vom 3. Juni bis 23. November 2014 zu sehen. Mit mehr als 850.000 goldenen Mosaiksteinen überzogen, bietet die Installation ein faszinierendes Spiel des Lichts – am Tag und in der Nacht – indem die neun 7,5 Meter hohen Pfeiler die Sonne und den Mond über Venedig reflektieren und sich im Wasser spiegeln.