Das ehemalige Renaissanceschloss Ebenau liegt am Südrand des Ortes Weizelsdorf (Gemeinde Feistritz im Rosental) in einem von einer Mauer umschlossenen Park.

Die frühe Geschichte des Schlosses liegt im Dunkel der Vergangenheit. In einer Urkunde aus 1220 – 1240 scheint eine Hube in Weizelsdorf auf, die von Swiker von Hollenburg, dem Letzten seines Geschlechtes, dem Kloster in Viktring geschenkt wurde. Aus den Erträgen der Hube, einer Mühle und Stampfe, sollte eine damals neu errichtete Draubrücke erhalten werden, die jedermann ohne Abgaben passieren können sollte.

Der Bau wurde wahrscheinlich als ländlicher Edelmannsitz in der 2. Hälfte des 16. Jhdts. errichtet und in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts baulich verändert (Mittelportal, Balkon, Viertelpavillons im OG – eingespannt zwischen Türmchen und Baukörper-, Fenster, Turmdächer), aus sezessionistischer Zeit stammen Balkongitter und Gesimse.

Es handelt sich um einen dreigeschossigen, rechteckigen, massiven Block mit 2 kleinen Ecktürmen an der Westfront (Hauptschauseite), dreieckigen Zierscharten im 3. Geschoß, eingeschossigen, polygonalen Erkern in den Winkeln zwischen Türmen und Westwand, sowie Walmdach. Nach einem glatt verputzten Sockel folgen 3 Geschosse, das letzte als Attikageschoß. Die Fassadengliederung erfolgt im Stil des späten Historismus nach dem Schema 1 + 7 + 1 : 4 : 8 : 3 Achsen; die Fensterformen sind geschossweise einheitlich gegliedert.

Das Gebäude ist teilweise unterkellert und zeigt einen dreiteiligen Grundriss: die Halle verläuft in Längsrichtung und hat zu beiden Seiten jeweils zwei Räume. Keller- und Erdgeschoß zeigen noch den Zustand aus der Erbauungszeit: Tonnengewölbe mit Stichkappen bzw. Klostergewölbe mit Stichkappen. Auch im Obergeschoß existieren noch 2 Räume im ursprünglichen Zustand mit Tonnengewölben und Stichkappen bzw. Kreuzgratgewölben, die übrigen Räume haben flache Decken.


Seit 1996 dient das Schloss mit einer Ausstellungsfläche von rund 800 m² als Privatgalerie der Familie Judith und Erich Walker. Die künstlerische Gesamtgestaltung liegt schon seit einigen Jahren in den Händen von Carolin Walker.