Oktober 2020 

 

Irene Andessner I Helga Druml

 

 

Zu sehen sind in einem spannenden Dialog Arbeiten der beiden Künstlerinnen Irene Andessner (geboren 1954 in Salzburg; lebt und arbeitet in Wien) und Helga Druml (geboren 1972 in Villach; lebt und arbeitet in Nötsch und Wien). Irene Andessner studierte Malerei bei Emilio Vedova, Max Weiler und Arnulf Rainer und ab Mitte der Neunziger Jahre tritt die Selbstinszenierung mit Rollenspiel an die Stelle des gemalten Selbstporträts. Es entstehen Nachbilder von künstlerischen Vorbildern wie Sofonisba Anguissola und Angelika Kauffmann, später auch von umschwärmten oder vergessenen historischen, mythischen und fiktiven Frauen wie Marienfiguren, Forscherinnen, Schauspielerinnen und Musen.

Irene Andessner, deren Arbeiten vor einigen Jahren gemeinsam mit Bildern von Helga Druml, im Pfarrhof in Nötsch zu sehen waren, trifft einmal mehr in der aktuellen Ausstellung mit Helga Druml (sie studierte Malerei bei Adolf Frohner und Oswald Oberhuber, sowie Studium der Philosophie) auf eine wunderbar intensive Malerin, die herkömmliche Rollenmuster mit Ironie und eindringlichem Blick offen legt.